Therapiezentrum Vivimus
Praxis für Ergotherapie
 
 

Die Systemische Therapie 

Die Systemische Therapie und Beratung begreift menschliches Handeln als ein Handeln in sozialen Systemen. Solche Systeme setzen sich ganz unterschiedlich zusammen, z. B. am Arbeitsplatz, als Paar, als Familie und vieles mehr.

                                Systemische Familientherapie 

In der systemischen Therapie wird davon ausgegangen, dass die psychischen Probleme eines Menschen nicht unabhängig gesehen werden können von dem System, in dem er lebt (Partner oder Familie).

Wird also ein Mitglied des Systems krank, so können die Gründe in einer Störung des gesamten Systems (der gesamte Familie) liegen. Ziel der Familientherapie ist es, gestörte Beziehungsmuster aufzudecken und eine neue Art des Umgangs miteinander zu finden.

                                     Kinder als Symptomträger

Dass es Probleme in dem Familiengefüge gibt, wird häufig erst dann bemerkt, wenn eines der Mitglieder, meist ist es ein Kind, krank wird. Dies kann sich in Form von psychischen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten oder aber in Form von körperlichen Leiden zeigen. In der Familientherapie wird davon ausgegangen, dass das Kind als sogenannter Symptomträger unbewusst derartige Beschwerden oder Verhaltensstörungen produziert, um einen in der Familie bestehenden Konflikt zu lösen.   

                            Lernen, besser miteinander umzugehen

  Gestörte Kommunikationsmuster sollen durch neue ersetzt werden. Die Familienmitglieder werden in der Therapie dazu angehalten:

Eigene Wünsche und Gefühle offen zu äußern

Sich nicht gegenseitig anzuklagen

Miteinander statt übereinander zu reden

  Je nach theoretischer Ausrichtung werden verschiedene Techniken eingesetzt (z.B. Rollenspiele, Aufstellen von Familienskulpturen, etc.)

Die Familie lernt so hilfreiche, neue Umgangsformen auszuprobieren und einzuüben.  Bis sich neue Umgangsformen in einer Familie etabliert haben, braucht es Zeit.  Die Dauer der Therapie ist unterschiedlich lang. Beendet ist die Behandlung, wenn das Problem des Symptomträgers verschwunden ist.

                                   Systemische Paartherapie 

Ähnlich der Familientherapie verläuft die systemische Paartherapie. Sie kommt zum Einsatz, wenn wichtige Wünsche und Bedürfnisse in der Beziehung nicht mehr angesprochen oder erfüllt werden: bei häufiger Kritik, wenn Zukunftspläne und Ziele auseinander gehen, wenn ein Partner unter der Dominanz oder der Passivität des anderen leidet. Ebenso bei Misstrauen, bei Gefühl von fehlender Unterstützung, beim Gefühl von Unverständnis, bei mangelnder Kommunikation, bei Fremdgehen, bei (beziehungsbedingten) psychosomatischen Beschwerden, bei Schuldzuweisungen u.v.a. Hier kann die Therapeutin ziel- und lösungsorientiert die Wünsche und Bedürfnisse mit dem Paar erarbeiten. Festgefahrene Kommunikationsmuster können unterbrochen und Problembereiche herausgearbeitet werden. Mit Hilfe verschiedener systemischer Interventionen können dann Ziele des Paares neu formuliert und Missverständnisse und Vorurteile ausgeräumt werden. Die Selbst- und Partnerwahrnehmung kann verstärkt beziehungsweise verändert werden und der Umgang mit verschieden Gefühlen kann (neu)gelernt und erprobt werden. 

 Behandlungsangebote 

Systemisches Elterntraining 

  • Unterstützung bei Erziehungsproblemen

  Systemische Kinder- und Jugendtherapie

  • Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebens-, Familien- und Entwicklungssituationen unter Einbezug des individuellen Umfeldes. Dies geschieht mit Hilfe spielerischer, altersgerechter Methoden.

  Systemische Einzel-, Paar- und Familienberatung

  • In schwierigen Lebenssituationen
  • Bei Veränderungswünschen
  • Bei Problemen am Arbeitsplatz z.B. Mobbing
  • Bei Entscheidungsfindungen
  • Bei Trennung und Scheidungen
  • Bei der Verarbeitung von Trauer
  • Bei sonstigen Problemen und Schwierigkeiten in der Partnerschaft